Reiseschnäppchen Reiseangebote
Reiseportal Lastminute4u
Lastminuteurlaub

Spanien - Kultururlaub in Andalusien.

Der Herbst mit seinen goldenen, angenehmen Tagen mit wärmenden Sonnenstrahlen nicht selten bis in den Dezember, und das Frühjahr eignen sich besonders gut, die zahlreichen Kulturstätten Andalusiens inmitten seiner herrlichen Naturlandschaften zu besuchen. Mehrere große und kleine Routen verknüpfen die schönsten Gebiete dieser südlichen Region Spaniens,  von denen zwei durch das sieben Jahrhunderte dauernde maurische Al Andalus führen: Die Route durch das Kalifat und die Route der Nasriden. Diese beiden Routen verbinden Anfang und Ende der Maurenherrschaft. 756 begründete der Omaijade Abd ar-Rahman I. in Córdoba, dem Ausgangspunkt der Route durch das Kalifat, das mächtige Emirat von Córdoba, das im 10. Jh. zum Kalifat wurde. Während dieser Jahrhunderte soll Córdoba als Brückenkopf zwischen Okzident und Orient die reichste und prachtvollste Stadt der westlichen Welt gewesen sein, mit nahezu einer Million Einwohner, Hunderten von Schulen und Universitäten, Bädern und gepflasterten, in der Nacht beleuchteten Straßen. Prachtvollstes Zeugnis aus jener Zeit ist die Mezquita von Córdoba, die ehemalige Moschee, in der sich eindrucksvoll die Baukunst der Omaijaden und ihre Philosophie widerspiegeln. Besonders die 856 rot-weißen Säulen in ihrem Inneren rufen beim Betrachter Erstaunen und Bewunderung hervor, vermitteln sie ein unvergleichliches Gefühl der Schwerelosigkeit und Weite, ein Losgelöstsein von allem Irdischen.

Neun Kilometer außerhalb von Córdoba liegen in den Ausläufern der Sierra Morena die Ruinen der Palaststadt Medina Azahara,

die Abd ar-Rahman III, ein Nachfolger des Emirat-Begründers, im 10. Jh. für seine Lieblingsfrau bauen ließ. 25 Jahre hatten Tausende von Menschen an der prachtvollen Stadt gebaut, nur 40 Jahre nach ihrer Fertigstellung machten fanatische Berberheere sie dem Erdboden gleich. Heute kann man in der ruhigen Umgebung, in der die Ruinen seit einigen Jahren freigelegt und liebevoll restauriert werden, einen Eindruck von der einstigen Schönheit dieser Stadt mit ihren Säulen, Brunnen und Gärten gewinnen. Von hier geht die Route durch die Campiña, das fruchtbare Ackerland rund um Córdoba. Man kann auf zwei Alternativen die Route durch das Kalifat mit Ziel Granada fortsetzen und entdeckt ein bis auf die beiden großen Städte relativ unbekanntes Andalusien. Über die nördliche Hauptroute oder die südliche Nebenroute, die auf kleineren Seitenstraßen durch das Weingebiet rund um Montilla und durch typische blendend weiße Ortschaften führt. Beide Routen treffen bei Alcalá la Real wieder zusammen. Die südliche Route führt zunächst durch Fernán Nuñez mit seinem prächtigen Herzogspalast aus dem 17. Jh. und durch das, auf einem Hügel gelegene Montemayor, dessen weißgetünchte Häuser die zinnenbekränzte Burg aus dem 14. Jh. umgeben. Weder seiner Burg noch den durchaus sehenswerten Palasthäusern, sondern seinem Wein verdankt Montilla seinen Ruhm. Die Besichtigung einer der Bodegas und Probe der Weine, die ähnlich dem Sherry nach dem Solera-Verfahren produziert werden, sollte auch der kulturbegeisterte Reisende nicht versäumen. Am bekanntesten ist neben den Finos und Amontillados von Montilla der süße Pedro Ximenez Wein. Eine Hochburg jüdischer Kultur war einst das knapp 35.000 Einwohner fassende Städtchen Lucena. Hier widmet man sich heute hauptsächlich der Herstellung von Keramik und der Kupfer- und Bronzeverarbeitung. Im Turm Torre del Moral wurde der letzte Nasridenherrscher Boabdil für kurze Zeit gefangen gehalten. Am kleinen weißen Dorf Cabra vorbei, erreicht man schließlich mit Priego de Córdoba einen weiteren erwähnenswerten Ort. Das Wahrzeichen dieser Kleinstadt mit ihrer langen musulmanischen Vergangenheit sind die herrlichen Brunnenanlagen der Fuente del Rey aus dem frühen Barock, die einen Besuch lohnen. Von hier erreicht man recht bald wieder die Nationalstraße 432 und damit den Hauptweg der Route der Kalifen. Bleibt man von Córdoba aus auf dieser Hauptroute so gelangt man nach einer kurzen Fahrt durch die sanft gewellten Ackerlandschaft der Campiña in die wildschöne Karstlandschaft der Sierras Subbéticas, einem der zahlreichen Naturparks Andalusiens. Der erste Ort an diesem Routenabschnitt ist Espejo mit seiner von den Kalifen errichteten Burg, die hoch über der kleinen Ortschaft thront. Auch Castro del Rio besitzt wie alle Dörfer, die an dieser mittelalterlichen Grenzregion zwischen christlichem und  maurischem Herrschaftsbereich liegen, seine Burg. Die Dorfchronik weiß zu berichten, dass Miguel de Cervantes, der Autor des Don Quijote, hier einst eine Woche unfreiwillig im Kerker verbracht hat, den man heute in den Gewölben des Rathauses besichtigen kann. Durch scheinbar endlose Olivenhaine geht es weiter nach Baena, einem weißen Städtchen, das weltweit für die hervorragende Qualität seiner Olivenöle berühmt ist. Ein Besuch der Ölfabrik Nuñez del Prado und ihrer alten Ölpresse sollten neben der Besichtigung der Kirche Santa Maria la Mayor, die einst Moschee war, nicht fehlen. Einer der zweifelsohne idyllischsten Orte inmitten der Sierra Subbéticas ist Zuheros, im 9. Jh. von den Mauren gegründet. Höhlenfreunde finden unweit des Ortes die „Fledermaushöhle“, „Cueva de los murciélagos“ mit interessanten Felsenmalereien und Ausgrabungsgegenständen. Wanderern sei ein Abstecher in die nahegelegene Bailónschlucht zu empfehlen.

Geschichtsträchtige Orte die eng mit der Maurenherrschaft verbunden waren: Luque und Alcaudete

Weitere geschichtsträchtige Orte, die eng mit der Maurenherrschaft verbunden waren, folgen mit Luque und Alcaudete, bevor Alcalá La Real, das Eingangstor zur fruchtbaren Vega von Granada die Reisenden erwartet. „Qualat“, die befestigte Siedlung, auf die der Name Alcalá zurückgeht, war sechshundert Jahre lang fest in maurischer Hand. Ende des 15. Jhs. zogen die Katholischen Könige Ferdinand und Isabella von hier aus, um die Schlüssel der Alhambra vom letzten Maurenherrscher entgegenzunehmen. Auf dem Weg Richtung Granada geht es jetzt durch fruchtbare, sattgrüne Landschaften an den Orten Colonera, Moclín mit seiner trutzigen Festigungsanlage, Pinos Puente, in dem eine alte Brücke aus der Kalifenzeit zu bewundern ist, und Güevéjar vorbei, das in arabischer Zeit den Namen Wahasar trug. Cogollos Vega wartet auf mit herrlichen Ausblicken auf den Naturpark Sierra Huétor und vielen Möglichkeiten zum Wandern, Fahrradfahren und Bergsteigen. Alfacar, der einstige „Weiler der Töpfer“ und Viznar schließlich sind die letzten Orte, bevor man Granada, das Ziel aller Routen durch Al Andalus und seine „rote Festung“, die Alhambra erreicht.

Günstige Reiseangebote für Spanien erhalten Sie in unserem Online Reisebüro unter www.Lastminute4u.de

Urlaub Erholung
© 2016 Lastminute4u.de
Quelle: touristikbörse
i