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Mallorca - Handwerkertradition auf den Balearen.

Mallorca ist eine Insel mit großer Handwerks- und Kunsthandwerkstradition. Lederwaren, Palmenflechtarbeiten, Keramiken, mundgeblasene Gläser oder die traditionellen Webarbeiten und Stickereien verführen viele Mallorca-Urlauber zum Kauf. Von großer Bedeutung ist das Schuh- und Lederhandwerk, das besonders in Inca und in der Region des Raiguer zu finden ist. Die Schuhmacherzünfte sind die ältesten auf Mallorca und gehen zurück bis zur katalanischen Eroberung der Insel im 13. Jahrhundert. Besonders bekannt ist die Marke „Camper", die in direkter Nachfolge von Antoni Fluxà steht, einem Schumachermeister, der 1877 nach England ging, um die neuesten Techniken der industriellen Produktion kennen zu lernen. Nach der Rückkehr in seine Heimatstadt führte er gemeinsam mit anderen Handwerkern die ersten Maschinen zur Schuhproduktion ein. Die Fabrik kann man im Industriegebiet von Inca, Can Matzari, besichtigen. Eine Besonderheit im Raiguer stellt die Ortschaft Lloseta dar, da sich mehrere der dort ansässigen Firmen auf die Produktion von Berg- und Wanderschuhen spezialisiert haben.

Campanet ist die Wiege der Ledersandalen.

Campanet ist die Wiege der Produktion von bequemen Ledersandalen, den Alpargatas Mallorquinas. Dieses Handwerk entstand nach dem Muster ostspanischer Vorbilder. „Obra de llatra" nennt man das Handwerk, bei dem die Zwergpalme als Material verwendet wird. Der Verarbeitungsprozess beginnt mit dem Sammeln der Palmenzweige im Juli. Danach werden sie in der Sonne ausgebreitet, bis sie ihre charakteristische weiße Farbe erlangt haben. Einmal getrocknet, trennt man sie in feinere Stränge und flichtt sie zu Körben, Hüten, Rücksäcken oder Taschen. Im Ethnologischen Museum von Artà werden die verschiedensten Werkzeuge ausgestellt, die die im Llevant arbeitenden Palmenflechter noch heute benutzen. In Capdepera findet Mitte Mai ein mittelalterlicher Markt statt, auf dem man zahlreiche mallorquinische Kunsthandwerksprodukte erwerben kann.

Kunsthandwerksmesse Fira des Fang de Marratxi

Ein besonders charakteristisches Element des Töpferhandwerks, das sich besonders in Marrataxti und Pòrtol entwickelt hat, ist der „Siurell". Die handgeformte, weiß bemalte und mit bunten Pinselstrichen verzierte Figur birgt an seinem Boden eine Pfeife. Dort werden in den „oyereis" genannten Werkstätten auch Tontöpfe, Pfannen, Teller und Weinkrüge gefertigt. Bei einem Besuch der Kunsthandwerksmesse Fira des Fang de Marratxi zwischen Ende Februar und März kann man den Töpfern bei der Arbeit zuschauen und ihre unterschiedlichen Arbeiten kennen lernen. Zart und transparent leuchten die Glaswaren der mallorquiner Glasbläser. Ihre Kunst lässt sich bis in das 2. Jh. v. Chr. zurückverfolgen. Damals wurde das flüssige Glas in Sand- oder Tonformen gegossen. Heute kann man bei Algaida in den Vidreries Gordiola und dem angeschlossenen Museum alle Arten von dekorativem Glas betrachten. Die volkstümlichen Stoffe „roba de llengües", mit denen Stühle, Sessel und Kissen überzogen werden, sind ein weiteres beliebtes Mitbringsel. Zu ihrer Herstellung wird weiße Baumwolle aufgezogen, die Stück für Stück nach dem gewählten Muster gefärbt wird und somit auf Vorder- und Rückseite ein identisches Muster aufweist. Wer sich über den handwerklichen Prozess informieren möchte und an den verschiedensten Mustern interessiert ist, dem sei ein Besuch des Museu Marti Vicenc in Pollenca empfohlen, wo die Stoffe auch noch heute gefertigt werden.
Eine genaue Übersicht über die einzelnen Produktions- und Verkaufsstellen des mallorquinischen Kunsthandwerks ist der Broschüre „Das andere Mallorca. Kulturelle Routen auf Mallorca" zu entnehmen, die vom Inselrat herausgegeben wurde. Sie ist in den mallorquinischen Fremdenverkehrsämtern erhältlich.
Quelle: FVA Spanien / pairola-media

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